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Rundgang durch das Siebengebirgsmuseum
und
seine Ausstellungsbereiche Am Anfang: Impressionen Entstehung
der Landschaft
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| Impressionen | |
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Der Raum im Eingangsbereich vermittelt erste Eindrücke in Form typischer, kurioser oder extremer Aspekte der Region und Spuren ihrer Geschichte. Das Spektrum reicht von lyrischen Würdigungen berühmter Dichter über eine rätselhafte Sonnenuhr oder einen Walwirbel als Sitzgelegeneheit einer bürgerlichen Parkanlage bis hin zu Spuren von Zwangsarbeit im Zweiten Weltkrieg. |
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| Die Entstehung der Landschaft | |
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Ein Blick hinter die Kulissen der heutigen "schönen" und touristisch attraktiven Landschaft. Die wichtigsten landschaftsprägenden Faktoren werden vorgestellt: von tertiären Vulkanen über Millionen Jahre lang nagende Erosion bis hin zur Ausbeutung der natürlichen Ressourcen - vor allem Steine - durch Menschen. Am Ende stehen romantische Verklärung, Anpassung der Realität an touristische Nutzungsanforderungen und die Entstehungsgeschichte eines der ältesten Naturschutzgebiete in Deutschland. |
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| Regionalgeschichte | |
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Der zentrale Bereich der Dauerausstellung gibt einen Überblick über die geschichtliche Entwicklung der Region. Von den frühesten Spuren menschlicher Besiedlung bis zur Gründung der Bundesrepublik Deutschland: Die regionale Geschichte wird dargestellt als Spiegel, in dem die jeweils zeittypischen Strukturen und Ereignisse anschauliche Konturen gewinnen. Die Besonderheiten der Region liefern den roten Faden - von der günstigen Siedlungslage über etwa die Vielfalt der mittelalterlichen Burgenlandschaft bis hin zum zentralen Schauplatz der deutschen Nachkriegsgeschichte während der Besatzungs- und Nachkriegszeitzeit. |
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| Schiffahrt, Weinbau | |
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Der Rhein als Transportweg prägte Jahrhunderte lang die Lebensbedingungen der Uferbewohner. Vorgestellt werden - anhand von Modellen - die wichtigsten Schiffstypen. Das Fährwesen und der Werftbetrieb einer Königswinterer Bootsbauerei ergänzen das Thema um ortsspezifische Aspekte. Eine Sonderrolle kommt dem Thema der "Flößerei" zu. Bis zur Wiederherstellung der deutschen Einheit - in der alten Bundesrepublik - galt das Siebengebirge offiziell als das nördlichste anerkannte Weinbaugebiet Deutschlands. Seither greift zwar nicht mehr dieser Superlativ, aber es bleibt eine lange Weinbau-Tradition. Gezeigt werden zwei Keltern aus dem 19. Jahrhundert, typische Werkzeuge, Teile einer "Küfer"-Werkstatt und - ein Museumsweinberg!
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| Romantisches Heisterbach | |
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Die 'Sammlung Stiftung Abtei Heisterbach' ist die bedeutendste Sammlung von künstlerischen Arbeiten zu diesem speziellen Thema. Dank der Initiative des Geschäftsführers der Stiftung, Herrn Pfarrer Georg Kalckert, wurde sie in den vergangenen Jahren systematisch auf- und ausgebaut. Die im Rahmen des Projektes "Rheinreise 2002" zum Jahr der Rheinromantik neu eingerichtete Ausstellungsabteilung zeigt eine Auswahl der wichtigsten Objekte dieser Sammlung und dokumentiert damit die enorme Popularität und den Werdegang der ehemaligen Abtei im 19. und frühen 20. Jahrhundert. |
| Eduard-Rhein-Zimmer | |
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Foto links: Eduard Rhein im Alter von fast 92 Jahren, bei seinem letzten öffentlichen Auftritt auf dem Petersberg 1992. Eduard Rhein (1900 - 1993) war gebürtiger Königswinterer. Sein Leben war geprägt von großen Erfolgen, die er seiner Fähigkeit verdankte, jeweils zeittypische technische und publizistische Bedürfnisse rechtzeitig zu erkennen. Als Techniker mit schriftstellerischen Neigungen betrieb er in den dreißiger Jahre die Popularisierung von Rundfunk und Fernsehen (z.B. mit seinem Bestseller "Du und die Elektrizität"). Das Patent für ein Produktionsverfahren für Schallplatten ("Rheinsches Füllschriftverfahren") und die Entwicklung der Rundfunkzeitschrift "Hör Zu" rundeten seinen Erfolg in der Nachkriegszeit ab. Daneben betätigte er sich als Romanautor ("Ein Herz spielt falsch" und viele andere) und entwickelte mit dem "Hör Zu"-Maskottchen "Mecki" eine Symbolfigur der fünfziger Jahre. Zwei Stiftungen rief er ins Leben: Die bundesweite "Eduard-Rhein-Stiftung" vergibt jährliche Technologiepreise, die Königswinterer "Professor-Rhein-Stiftung" fördert Kunst, Kultur und naturwissenschaftliche Talente in seiner Heimatstadt. Das Siebengebirgsmuseum verdankt ihm die Erweiterung um zwei Nachbarhäuser im Jahr 1994. |
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