| Gedruckte
Bilder
Die Technik der Druckgraphik
bot die
attraktive Möglichkeit,
eine topographische Ansicht
in einer größeren
Zahl zu vervielfältigen.
Meist entstanden die Drucke
als Illustrationen von
Reisebeschreibungen.
In den ersten Jahrzehnten
des 19. Jahrhunderts
entwickelte sich die Druckgraphik
zum wichtigsten
Medium der Rheinromantik
und des beginnenden
Rheintourismus. Aufwändig
gestaltete Blätter
weckten Interesse, Sehnsucht
und Begeisterung.
Parallel zur zunehmenden
touristischen Erschließung
nahm die Zahl der Drachenfels-Ansichten
stetig zu.
Es kristallisierten sich
Perspektiven und
Motivgruppen heraus, die
das Bild der
Siebengebirgslandschaft
fortan prägen sollten.
Hierzu zählt etwa das
von Süden gesehene
Siebengebirgspanorama mit
Rolandsbogen, Nonnenwerth
und Drachenfels.
Neue Drucktechniken wie die
Lithographie und
der Stahlstich ermöglichten
eine Steigerung der
Auflagenzahlen, wodurch
die reproduzierten
Ansichten günstiger
angeboten werden konnten
und somit eine größere
Verbreitung fanden. Die
Folge waren zunehmende Standardisierung
und die
Wiederholung ähnlicher
oder gar gleicher Bildmotive.
Aus dem individuell gestalteten,
künstlerischen
Entwurf wurde ein massenhaft
verbreitetes
„Erinnerungsblatt“.
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