The Castled Crag ... - Der Drachenfels als romantisches Reiseziel -    Siebengebirgsmuseum


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Kunst und Kitsch

Reiseandenken vom Drachenfels entstanden parallel
zum Rheintourismus im Laufe des 19. Jahrhunderts.
Als das Reisen noch so teuer war, 
dass es sich nur die Wohlhabenden leisten konnten, 
waren auch die Andenken von hoher Qualität. 
Sie wurden meistens nicht vor Ort hergestellt, 
sondern kamen - wie zum Beispiel Vedutengläser - 
von Glasschneidern aus Böhmen.

Als die Touristenzahlen im Siebengebirge anstiegen,
wurde das Angebot an Souvenirs immer zahlreicher.
Dank der verbesserten Transportmöglichkeiten
konnten massenhaft hergestellte Andenken
vor Ort mit Drachenfelsmotiven versehen
und dann in Königswinter verkauft werden.

Die Ansichtskarte wurde das beliebteste Souvenir.
Seit 1870 gab es in Deutschland Postkarten.
Schon von Beginn an wurden die Karten illustriert,
amtlich zugelassen war dies aber erst seit 1885.
Seit 1905 gibt es die bis heute übliche Aufteilung:
Auf der Rückseite befindet sich die Ansicht, 
auf der Vorderseite Adress- und Textfeld.

Der Drachenfels hatte seit 1880 eine Poststation.
Das Versenden von Postkarten direkt vom Plateau
war bei den Besuchern äußerst beliebt.
Eine der ältesten Karten mit Drachenfelsmotiv
wurde dort im Oktober 1880 abgestempelt.
 

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