| [Auf
Schloss Drachenburg]
Auf Reisen
Engländer waren die
ersten Reisenden,
die als Touristen den Rhein
besuchten.
Als Teil ihrer „grand tour“
durch Europa
reisten die englischen Aristokraten
schon vor 1800
durch das Rheintal. Bald
folgten englische Bürger,
die durch die industrielle
Revolution
zu erheblichem Wohlstand
gekommen waren.
In Deutschland erhielt der
Drachenfels
in Folge der Napoleonischen
Kriege
eine patriotische Bedeutung.
Auch die Maler und Dichter
entdeckten
das Siebengebirge als Landschaftsmotiv.
Sie prägten mit ihren
künstlerischen Schilderungen
das Bild des romantischen
Drachenfels.
Mit der wachsenden Bekanntheit
wuchs
das touristische Interesse.
Wohlhabende Urlauber bewohnten
noble Hotels
am Königswinterer Rheinufer.
Zu ihnen
gesellten sich ab der Jahrhundertmitte
immer mehr
„Vergnügungstouristen“
aus der näheren Umgebung.
Auch international war das
Siebengebirge beliebt.
Nach 1850 dominierte der
Tagestourismus.
Dank des wachsenden Wohlstands
und guter
Verkehrsanbindung durch
Schiff und Eisenbahn
stieg die allgemeine Mobilität.
So gab es bereits in den
1890er Jahren
zahlreiche Gaststätten
und Tanzhallen
in der Nähe der Talstation
der Drachenfelsbahn.
Am Ende des Jahrhunderts
war der Drachenfels
einer der meistbesuchten
Berge Deutschlands.
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