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neue Siebengebirgsmuseum mit der Sammlung RheinRomantik Neu eröffnet seit dem 3. September 2011
Königswinter, der Drachenfels und das Siebengebirge – diese klangvollen
Namen stehen für Höhepunkte des Landschaftserlebnisses am Rhein. Das erweiterte Museum stellt diese
Rheinlandschaft in den Mittelpunkt. Ihre Prägung durch historische Ereignisse
und wirtschaftliche Einflüsse wird über eine moderne Präsentation
veranschaulicht. Ihre künstlerische Umsetzung spiegelt sich in Kunst und
Literatur. Eine besondere Facette stellt die Entwicklung des Rheintourismus
zwischen Kunst und Kommerz dar. Nach einer Bau- und Einrichtungszeit von 20 Monaten im Rahmen der
Regionale 2010 ist vieles neu: ein zentraler Neubau, die neue Dauerausstellung,
eine Terrasse über den Dächern der Stadt und ein Backhaus mit historischem
„Königswinterer Ofen“. Dazu zählt auch ein neues Foyer, in dem Stifter
gewürdigt werden und der Besucher von ersten Landschaftsimpressionen begrüßt
wird. Dieser Raum wird künftig auch für Veranstaltungen zur Verfügung stehen. Mit der Neueröffnung beginnt zugleich eine Kooperation mit der privaten
Sammlung RheinRomantik. Wichtige Werke der künstlerischen Landschaftsrezeption
schildern die internationale Wahrnehmung der Rheinlandschaft in den letzten zwei
Jahrhunderten. |
![]() Foto: Ralf Klodt ![]() |
Rheinromantik –
Traum und Wirklichkeit Rheinromantik ist ein Phänomen, in dem eine gesamte Kulturlandschaft auf
einzigartige Weise in Kunst, Musik, Literatur und Politik gespiegelt wird. Das
Mittelrheintal mit seinen Burgen und Ruinen entsprach der romantischen Idee
einer fernen, idealisierten Zeit. Mit Ernst Moritz Arndt wurde der Rhein
politisch. Die zunehmende Historisierung der Landschaft wurde auch im
Wiederaufbau der Rheinburgen deutlich. Die Ausstellung nähert sich dieser Erscheinung auf unterschiedliche
Weise: Im Atelier erklärt eine
interaktive Medienstation die Vielschichtigkeit von Landschaftsbildern;
illustrierte Bücher und eine Hörstation spiegeln die literarische Seite der
Romantik. In der Galerie zeigen
ausgewählte Werke aus zwei privaten Sammlungen, wie 200 Jahre europäischer
Landschaftsmalerei durch die Romantik geprägt wurden. Leihgaben der Sammlung RheinRomantik
thematisieren die Rheinlandschaft in ihrer weiten Ausdehnung und unter
Einbeziehung angrenzender Landschaften wie Eifel oder Elsass. Aus
Beständen der Sammlung Stiftung bei Heisterbach
kann daneben die "Romantisierung" eines einzigen Ortes - der ehemaligen
Zisterzienserabtei Heisterbach im Siebengebirge - illustriert werden. In dieser Galerie sieht das Museumskonzept regelmäßigen Wechsel
vor: Etwa zweimal jährlich werden die Leihgaben der Sammlung
RheinRomantik gegen eine neue Auswahl getauscht. Dadurch wird es
möglich , neue Themen zu präsentieren oder auch gleiche Themen mit
neuen Werken zu illustrieren |
J.W. Schirmer: Eifelburg, 1832; Sammlung RheinRomantik |
Die Sammlung RheinRomantik Mit rund 500
Kunstwerken ist die private Sammlung RheinRomantik ist eine der wichtigsten
deutschen Sammlungen zur Entwicklung der Malerei im Rheinland im 19.
Jahrhundert. Die Sammlung konzentruert sich auf die Düsseldorfer Malerschule, auf
englische Aquarelle und frühe Koblenzer Künstler. In Kooperation mit dem
Siebengebirgsmuseum werden künftig regelmäßig Teile der Sammlung RheinRomantik
zu ausgewählten Themen der rheinischen Kulturlandschaft gezeigt. |
Foto: Ralf Klodt |
Ressourcen –
Die
Nutzung der Landschaft Der wichtigste Rohstoff des
Siebengebirges war viele Jahrhunderte lang sein Gestein. Es wurde seit römischer Zeit hier abgebaut und weit
gehandelt. Der durch den Steinabbau im 19. Jahrhundert drohende Verlust ganzer Berggipfel
ließ hier aber auch die Idee des Landschaftsschutzes entstehen. Die neue Ausstellung gibt Einblick in den Arbeitsalltag der Steinhauer. Besonderes Augenmerk gilt denjenigen, die sich auf den Bau von Backöfen spezialisierten und ihre Steine – einzigartig in der weiten Umgebung – in unterirdischen Steinbrüchen gewannen. Für den
Transport von Gütern bot der Rhein beste Vorraussetzungen. Ein faszinierendes
Beispiel liefern die riesigen Holzflöße
des 17. und 18. Jahrhunderts, deren beeindruckende technische Details
anhand eines minutiös ausgearbeiteten Floßmodells veranschaulicht
werden. |
Foto: Ralf Klodt |
Spurensuche –
Geschichte in der Landschaft Viele Plätze des Siebengebirges
bergen Erinnerungen an besondere Ereignisse. Geschichte wird nicht nur durch
zahllose Geschichten lebendig, sondern auch durch die Verknüpfung mit ihren
Schauplätzen. Ob es die bis heute als Ruinen überdauernden Burgen oder auch
berühmte Orte wie der Petersberg sind – sie alle prägen das Profil der Region. Große
politische Ereignisse haben den Alltag der Menschen und ihre Umgebung ebenso
verändert wie soziale oder religiöse Bewegungen. |
![]() Foto: Jan Rothstein / Regionale 2010 ![]() |
Rheinreise – Tourismus
im 19. und 20. Jahrhundert Reisende aus Nah und Fern zieht es ins Siebengebirge – und das schon seit 200 Jahren. Anfangs konnten sich nur der Adel und begüterte Bürger eine Rheinreise leisten. Für ihre Bildungsreisen war die landschaftliche Schönheit des Rheintals mit ihren mittelalterlichen Burgen und Ruinen ein ideales Reiseziel. Im Laufe des 19. Jahrhunderts wurde das Reisen dann für jedermann erschwinglich, der Wohlstand stieg, moderne Verkehrsmittel wie Dampfschiff und Eisenbahn sorgten für Mobilität. Zum internationalen Publikum gesellten sich immer mehr Vergnügungstouristen aus der näheren Umgebung. Für alle war im Siebengebirge gesorgt: mit Nobelhotels und Einkehrhäusern, mit Wanderwegen und Kutschfahrten, mit Unterhaltungsautomaten und Souvenirs für jeden Geldbeutel. Die neue Ausstellung nimmt den Besucher mit auf eine Reise. Hier erfährt er, was ein Reisender im 19. Jahrhundert in seinen Koffer packt, wie er unterwegs ist und wo er logiert. Damals moderne Verkehrsmittel wie ein Dampfschiff kann man ebenso bewundern wie den bis heute populären Eselritt auf den Drachenfels. In einer ‚Hotellobby’ der Ausstellung erzählt ein virtueller Gast Wissenswertes zum Wandel des Stadtbildes. Auch für Unterhaltung ist gesorgt: Der Besucher kann die Arbeit eines Schnellfotografen kennenlernen, in einer Ladentheke kunstvolle und kuriose Souvenirs bestaunen oder beschwingte Unterhaltungsmusik hören. |
| Rückblick: Zur Planung der Neueinrichtung. |
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Ein Projekt der
Stadt
Königswinter
in Zusammenarbeit mit der Stiftung der Familie Lemmerz, Königswinter und dem Heimatverein Siebengebirge e.V., Königswinter |
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im Rahmen der Regionale 2010 |
| Förderer: |
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Stiftung der
Familie Lemmerz, Königswinter
Professor-Rhein-Stiftung, Königswinter |
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Nordrhein-Westfalen-Stiftung
Naturschutz, Heimat- und Kulturpflege |
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Landschaftsverband Rheinland |
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Land Nordrhein-Westfalen |
| Partner: |
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Sammlung RheinRomantik, Bonn |
| Sammlung Stiftung Abtei Heisterbach |
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Siebengebirgsmuseum |
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