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am Rhein und durch die Sieben Berge |
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Man
sieht nur, was man kennt. An kaum einem anderen Ort haben sowohl die Erdgeschichte
als auch die menschliche Historie so vielfältige Spuren hinterlassen
wie im Rheintal und im Siebengebirge. Über Gesteinsarten, Alleen,
Mauerreste und Gräben lassen sich ebenso spannende Geschichten erzählen
wie über Villen, Hotels, Promenaden und Fähren am Rhein.
Die drei- bis vierstündigen Wanderungen unter sachkundiger Führung erschließen die Vielfalt der geologischen und kulturgeschichtlichen Spuren und vermitteln anschaulich Schönheit, Geschichte und Bedeutung der alten Kulturlandschaft am Rhein. Sie eignen sich nicht zuletzt auch als Rahmenprogramm für Lehrgänge und Tagungen, auswärtige Besuchergruppen, außerbetriebliche Firmenveranstaltungen sowie Schulklassen. Ausgangspunkt ist jeweils - sofern nicht anders vereinbart - das Siebengebirgsmuseum. Hier erschließt eine kurze Einführung die dem Thema entsprechenden Ausstellungsbereiche und Objekte, bevor dann die Wanderung selbst in mal kürzeren, mal längeren Etappen zu Spuren verschiedenster Art - sowohl markanten als auch unscheinbaren - führt.
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| Für Gruppen | Termine
für Gruppen: nach Vereinbarung.
Dauer:
ca. 3 - 4 Stunden, bzw. nach Absprache.
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| Termine | Offene
Termine 2010
für Einzelpersonen ohne Voranmeldung, jeweils am 2. Samstag der Monate Mai bis Oktober. 8. Mai und 14. August 2010: Drachenfels - Von Steinen, Romantikern,
Dombaumeistern und der Domkaule.
12. Juni und 11. September 2010: Heisterbach - Das Tal der Zisterziensermönche.
10. Juli und 9. Oktober 2010: Petersberg - Auf den Spuren von
Steinhauern, Wallfahrern, Staatsgästen und einer Zahnradbahn.
Dauer:
jeweils ca. 3 - 4 Stunden;
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| Die Routen: | |
| Drachenfels 1 | Von Steinen, Romantikern, Dombaumeistern
und der Domkaule.
Jenseits seiner strategischen Bedeutung
und romantischen Schönheit erfüllte der Drachenfels jahrhundertelang
eine wichtige wirtschaftliche Funktion: Er lieferte Steine für zahllose
Bauwerke in der weiten Umgebung. Allen voran war es die Kölner Dombauhütte,
die im Mittelalter hier einen eigenen Steinbruch betrieb. Selbst für
den Fertigbau des Domes im 19. Jahrhundert bemühten sich die Baumeister
um Steine vom Drachenfels, kamen jedoch bald in Konflikt mit frühen
Bestrebungen des Landschafts- und Denkmalschutzes. Die Wanderung läßt
nicht nur die spannende Geschichte der verschiedenen Nutzungsphasen, sondern
auch vielfältige Beziehungen zwischen dem Siebengebirge und der Stadt
Köln lebendig werden.
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| Drachenfels 2 | Rund um den Drachenfels - Vom Rhein,
vom Wein, vom Stein.
Der Drachenfels ist nicht der höchste,
aber sicherlich der bekannteste Berg des Siebengebirges. Im Nachtigallental,
am großzügigen Parkgelände der Drachenburg, auf dem Eselsweg,
dem Gipfelplateau und im Rüdenet - überall lassen sich Spuren
einer farbigen Vergangenheit erleben: Vulkanismus, Weinanbau und Steinabbau
von der Römerzeit bis heute, mittelalterliche Burgenpolitik, die Rheinromantik
mit ihren Auswirkungen von den ersten Ansätzen des Naturschutzes über
die nationale Begeisterung des 19. Jahrhunderts bis zum heutigen Massentourismus
haben den Drachenfels geprägt. Auf dem Gipfel entschädigt der
Blick rheinabwärts bis zum Kölner Dom, in den Westerwald und
in die Eifel für den anstrengenden Aufstieg.
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| Der Petersberg | Auf den Spuren von Steinhauern, Wallfahrern,
Staatsgästen und einer Zahnradbahn.
Der Petersberg mit seinem traditionsreichen
Hotel kann auf eine bewegte, über 2000jährige Geschichte zurückblicken:
um 100 v.Chr. keltisch-germanische Fliehburg, im 12. Jahrhundert mittelalterliche
Klosteransiedlung und seitdem Wallfahrtsort, im 19. Jahrhundert Treffpunkt
der Romantiker. Um die Jahrhundertwende werden hier Steinbrüche für
den Abbau von Basalt betrieben, seit 1889 ein gehobenes Hotel mit Zahnradbahn.
Nach dem Zweiten Weltkrieg ist das Berghotel Sitz der Alliierten Hohen
Kommission und seit den 1950er Jahren, bedingt durch die Nähe der
Bundeshauptstadt Bonn, Residenz für zahlreiche Staatsoberhäupter.
Nach dem Erwerb durch die Bundesregierung wird das Gästehaus 1990
neu eröffnet und erscheint seither - wie lange noch? - neben dem normalen
Hotelbetrieb als Schauplatz zahlreicher Konferenzen von nationaler und
internationaler Bedeutung.
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| Heisterbach | Das Tal der Zisterziensermönche.
Bekannt sind die Chorruine von Heisterbach
und Cäsarius von Heisterbach - letzterer nicht zu verwechseln mit
dem ‘Mönch von Heisterbach‘, der der Legende nach am eigenen Leib
die Erfahrung machte, daß für den Herrn "tausend Jahre wie ein
Tag" sind. Weniger bekannt dürfte sein, daß die Zisterziensermönche
neben ihren geistlichen Aufgaben auch technisch und wirtschaftlich versiert
waren: Der Kloster- und Kirchenbau, ein ausgeklügeltes System der
Wasserversorgung, Mühlen und Weingüter zeugen von ihren vielfältigen
Aktivitäten. Im Siebengebirgsmuseum ergänzen ein Modell der ehemaligen
Kirche, Urkunden und sonstige Dokumente das Bild des historischen Klosterlebens,
in Heisterbach selbst dokumentiert eine Ausstellung in der historischen
Zehntscheune die "Klosterlandschaft Heisterbacher Tal".
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| Am Rhein | Leben am Strom - Von Fähre zu
Fähre.
Seit Jahrhunderten prägt der Rhein
das Leben seiner Anwohner. Er ist Transportweg für Schiffer, Fährleute,
Steinhauer und Winzer. Im 19. Jahrhundert entdecken Schriftsteller und
Künstler seinen landschaftlichen Reiz und preisen ihn in Liedern,
Gedichten, Gemälden und Zeichnungen. Seitdem haben der Tourismus und
die stürmische Wirtschafts- und Verkehrsentwicklung das Bild der Landschaft
am Strom grundlegend verändert. Im 20. Jahrhundert tritt die "große
Politik" in den Vordergrund: 1938 treffen sich Hitler und Chamberlain im
Rheinhotel Dreesen; Adenauer und die Queen setzen auf der Niederdollendorfer
Fähre über; und die Botschaftsgebäude am Rhein verweisen
auf die politische Bedeutung dieser kurzen Strecke zwischen den Rheinfähren
in Königswinter und Niederdollendorf.
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| Separatisten
im Siebengebirge |
Die "Rheinische Republik" des Jahres
1923 und die "Schlacht" bei Aegidienberg.
Herbst 1923 im Rheinland: In verschiedenen
Städten wird die "Rheinische Republik" ausgerufen! Auch das Siebengebirge
wird von diesem Putschversuch berührt und sogar zum Schauplatz bewaffneter
Kämpfe, die mindestens 16 Tote fordern ...
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