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Königswinter und das Siebengebirge |
Für den rheinaufwärts
Reisenden beginnt hier - kurz oberhalb von Bonn - die gebirgige Mittelrhein-Landschaft.
Die markante Silhouette des Gebirgszuges überragt weithin sichtbar
die Kölner und die Niederrheinische Bucht. Aus der Nähe betrachtet
ist es vor allem der "Drachenfels", dessen unmittelbar am Rhein aufragende
Felswand mit bekrönender Burgruine ihn bis heute zu einem der beliebtesten
Ziele von Rheintouristen macht.
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Siebengebirge von Norden (Ausschnitt aus einem Stahlstich, um 1840) |
Die touristische Tradition des Siebengebirges
reicht zurück in die Tage der frühen Rheinromantik, als im beginnenden
19. Jahrhundert die Geistesbewegung der Romantik eine neue Sichtweise und
Sensibilität für landschaftliche "Schönheit" hervorbrachte.
Das Siebengebirge entsprach den neuen Ansprüchen in nahezu idealer
Weise, wurde zum begehrten Objekt künstlerischer Darstellung und viel
besungen (vgl. lyrische Kostproben).
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Siebengebirge von Süden (Lithographie, um 1840) |
Neben dieser optischen Qualität stellt
sich das Siebengebirge aber auch als natur- und kulturgeschichtlich reiche
Landschaft dar. Dem kundigen Betrachter bietet sich vielfältiges Anschauungsmaterial
zu seiner vulkanischen Entstehung. Für die historische Zeit reichen
die Spuren vom Steinabbau in römischer Zeit über mittelalterliche
Klöster und Burganlagen bis hin zu zentralen Schauplätzen jüngster
bundesrepublikanischer Geschichte. Dank der Tradition eines der ältesten
deutschen Naturschutzgebiete
weist seine Natur
besondere Qualitäten auf.
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| Für die Namengebung "Siebengebirge"
werden zwei gängige Erklärungen angeboten: Die eine sieht eine
sprachgeschichtliche Wurzel in dem Wort "siefen" (mittelhochdeutsch für
"feuchtes Tal"), aus dem durch Lautverschiebung "sieben" wurde. Eine zweite
findet den Grund in der Tatsache, daß von den tatsächlich über
vierzig Gipfeln des engeren Gebirges sich aus bestimmten Richtungen genau
sieben als besonders markante Horizontlinie abheben. Nimmt man noch die
Tradition der "7" als magischer Zahl hinzu, so dürfte ein Zusammenwirken
vieler Faktoren zur heutigen Namengebung beigetragen haben.
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Die Sieben Berge (Ansichtskarte, 1950er Jahre)
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Und das sind sie, die "sieben
Berge":
Wolkenburg (324 m) Petersberg (331 m) Nonnenstromberg (335 m) Ölberg (460 m) Löwenburg (455 m) Lohrberg (432 m) |
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Besucherinformation der Tourismus Siebengebirge GmbH |