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Pressemitteilung
zum Ausstellungsprojekt des Siebengebirgsmuseums
Wunderbare Welten
Romane der fünfziger
Jahre multimedial inszeniert
Der Countdown läuft:
Die Vorbereitungen für die Sonderausstellung "Wunderbare Welten. Die
Romane Eduard Rheins", die am 25. November 2005 im Siebengebirgsmuseum
eröffnet wird, gehen in die heiße Phase. Der im Zentrum des
Projekts stehende Autor Eduard Rhein (1900-1993) war gebürtiger
Königswinterer und ist in seiner Heimatstadt als großzügiger
Stifter und Ehrenbürger bis heute in lebendiger Erinnerung. Von seinen
vielen Talenten Rhein war u.a. Erfinder der Langspielplatte und erster
Chefredakteur der Zeitschrift Hörzu thematisiert die Ausstellung
sein schriftstellerisches Wirken. "Hier erschließt sich bei genauerem
Hinsehen ein faszinierendes Thema aus der Welt der Mediengeschichte",
freut sich Museumsleiter Elmar Scheuren. Die Entstehungsgeschichte der
Präsentation belegt zudem eine weit überregionale Bedeutung,
denn sie hat eine ungewöhnliche Kooperation entstehen lassen.
Die Ausstellung ist ein
Projekt, das Studierende des Bachelorstudiengangs Literatur-Kunst-Medien
der Universität Konstanz unter Leitung von Albert Kümmel, Juniorprofessor
für Digitale Kunst / Digitale Medien, durchführen. Wir machen
das Unmögliche möglich, indem wir nicht das Leben eines Schriftstellers
ausstellen, sondern sein Werk in Form multimedialer Erlebnisräume
begehbar machen, erläutert Albert Kümmel das Ziel der Ausstellung.
In acht Räumen, die wie Zimmer einer Wohnung der fünfziger
Jahre gestaltet sind, können Besucher eine vergessene Welt entdecken:
die 16 Zeitromane, die Eduard Rhein, zwischen 1950 und 1986 unter den Pseudonymen
Hans-Ulrich Horster, Adrian Hülsen und Klaus Hellmer schrieb.
Rhein nutzt das volle Register des Melodramas, um Sorgen der deutschen
Nachkriegsgesellschaft eine Stimme zu geben", analysiert Paula Stolle,
eine der beteiligten Studentinnen, die vornehmlich im Milieu der fünfziger
Jahre spielenden Romane. Ein Teil der Romane ist eher Science Fiction,
ergänzt Catrin Zander, eine andere Studentin. Fantastische Möglichkeiten
der Wissenschaft wie Dauerschlaf oder Klonen werden im Format verzwickter
Liebesgeschichten menschlich zugänglich gemacht.
Die Ausstellung wird auf
starke Interaktion mit den Besuchern angelegt sein. So muss der
Besucher in kleinteiliger Inidizienjagd einen Kriminalfall lösen,
kann sich in einem interaktiven Kontaktanzeigensystem mit den Romanfiguren
Rheins verkuppeln lassen, darf im weichen Bett liegend sich in den
Tagträumen
Rheinscher Charaktere verlieren und sich auf einem
Jahrmarkt von
einer in Königswinter hergestellten mechanischen Zigeunerin die Karten
lesen lassen.
Ausstellungs-Homepage:
www.wunderbare-welten.info
Auf dieser Website werden
auch weitere Pressematerialien zum Download bereitgestellt.
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Ausstellungsdaten
auf einen Blick:
Wunderbare Welten - Die Romane Eduard
Rheins
Multimedialer Erlebnisraum
von Studierenden
des Fachbereichs Literatur-Kunst-Medien
der Universität Konstanz
Siebengebirgsmuseum der Stadt Königswinter
Dauer: 26.11.2005
- 05.03.2006
Eröffnung: Freitag,
25. November 2005, 18 Uhr
Öffnungszeiten:
täglich (außer
montags) 14 17 Uhr
mittwochs 14 19 Uhr,
sonntags 11 17 Uhr;
Gruppen auch nach Vereinbarung
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