Wunderbare Welten
Die Romane Eduard Rheins
 

Multimedialer Erlebnisraum von Studierenden 
des Studiengangs Literatur-Kunst-Medien 
der Universität Konstanz

26. November 2005  -  5. März 2006


 
Pressemitteilung
 

zum Ausstellungsprojekt des Siebengebirgsmuseums



Wunderbare Welten 
– Romane der fünfziger Jahre multimedial inszeniert

Der Countdown läuft: Die Vorbereitungen für die Sonderausstellung "Wunderbare Welten. Die Romane Eduard Rheins", die am 25. November 2005 im Siebengebirgsmuseum eröffnet wird, gehen in die heiße Phase. Der im Zentrum des Projekts stehende Autor Eduard Rhein (1900-1993) war gebürtiger Königswinterer und ist in seiner Heimatstadt als großzügiger Stifter und Ehrenbürger bis heute in lebendiger Erinnerung. Von seinen vielen Talenten – Rhein war u.a. Erfinder der Langspielplatte und erster Chefredakteur der Zeitschrift Hörzu – thematisiert die Ausstellung sein schriftstellerisches Wirken. "Hier erschließt sich bei genauerem Hinsehen ein faszinierendes Thema aus der Welt der Mediengeschichte", freut sich Museumsleiter Elmar Scheuren. Die Entstehungsgeschichte der Präsentation belegt zudem eine weit überregionale Bedeutung, denn sie hat eine ungewöhnliche Kooperation entstehen lassen.
 

Die Ausstellung ist ein Projekt, das Studierende des Bachelorstudiengangs Literatur-Kunst-Medien der Universität Konstanz unter Leitung von Albert Kümmel, Juniorprofessor für Digitale Kunst / Digitale Medien, durchführen. „Wir machen das Unmögliche möglich, indem wir nicht das Leben eines Schriftstellers ausstellen, sondern sein Werk in Form multimedialer Erlebnisräume begehbar machen“, erläutert Albert Kümmel das Ziel der Ausstellung. In acht Räumen, die wie Zimmer einer Wohnung der fünfziger Jahre gestaltet sind, können Besucher eine vergessene Welt entdecken: die 16 Zeitromane, die Eduard Rhein, zwischen 1950 und 1986 unter den Pseudonymen Hans-Ulrich Horster, Adrian Hülsen und Klaus Hellmer schrieb. „Rhein nutzt das volle Register des Melodramas, um Sorgen der deutschen Nachkriegsgesellschaft eine Stimme zu geben", analysiert Paula Stolle, eine der beteiligten Studentinnen, die vornehmlich im Milieu der fünfziger Jahre spielenden Romane. „Ein Teil der Romane ist eher Science Fiction“, ergänzt Catrin Zander, eine andere Studentin. „Fantastische Möglichkeiten der Wissenschaft wie Dauerschlaf oder Klonen werden im Format verzwickter Liebesgeschichten menschlich zugänglich gemacht.“
 

Die Ausstellung wird auf starke Interaktion mit den Besuchern angelegt sein. So muss der Besucher in kleinteiliger Inidizienjagd einen Kriminalfall lösen, kann sich in einem interaktiven Kontaktanzeigensystem mit den Romanfiguren Rheins verkuppeln lassen, darf – im weichen Bett liegend – sich in den Tagträumen Rheinscher Charaktere verlieren und sich auf einem Jahrmarkt von einer in Königswinter hergestellten mechanischen Zigeunerin die Karten lesen lassen.
 

Ausstellungs-Homepage:

www.wunderbare-welten.info

Auf dieser Website werden auch weitere Pressematerialien zum Download bereitgestellt.
 

Die Ausstellung wird gefördert von:

PROFESSOR-RHEIN-STIFTUNG, Königswinter
SHARP Electronics Germany / Austria
Geutebrück GmbH, Windhagen
ZERA GmbH, Königswinter
Theater Konstanz
A. Gradmann Farbenmarkt, Konstanz
Universität Konstanz


Ausstellungsdaten auf einen Blick:

Wunderbare Welten - Die Romane Eduard Rheins
Multimedialer Erlebnisraum von Studierenden 
des Fachbereichs Literatur-Kunst-Medien der Universität Konstanz
Siebengebirgsmuseum der Stadt Königswinter

Dauer:   26.11.2005 - 05.03.2006

Eröffnung:  Freitag, 25. November 2005, 18 Uhr

Öffnungszeiten:
täglich (außer montags) 14 – 17 Uhr
mittwochs 14 – 19 Uhr,  sonntags 11 – 17 Uhr; 
Gruppen auch nach Vereinbarung